Über Musik

Light Up Gold

“Light up gold was the colour of something I / Was looking for”, singt die Brooklyner Band Parquet Courts auf ihrem ersten Album. Das kam Ende letzten Jahres heraus. “Light Up Gold” gefiel uns schon deshalb, weil der Sound roh, die Gitarren laut und die Texte gut waren. “to light up” heißt im Englischen anzünden. Die Band sang (zumindest drei der vier Musiker singen abwechselnd) also vermutlich über die goldene Farbe mit der eine Flamme zum Beispiel eine Zigarette entzündet. Viel länger als eine Zigarettenlänge waren die meisten Lieder nicht, auch wenn sie sie live mitunter auf die Länge eines Joints, der manchmal auszugehen droht und dann wieder entzündet wird, dehnten.

Wir mochten auch, dass Parquet Courts für ihre neue EP “Tally All the Things That You Broke”, die gerade erschienen ist, warben, indem sie Mixtapes, an die Redaktionen von Musikzeitschriften und Veranstaltungsmagazinen verschickten. Diese Kassetten sahen aus wie die Tapes, die wir früher für einander anfertigten und die auf langen Autofahrten gelegentlich von Kassettendecks gefressen wurden.

Parquet Courts Kassette

Dazu passte, dass die Band weder bei facebook noch twitter vertreten war. Inzwischen gibt es jeweils einen Account, doch der, sagen sie, werde nicht von ihnen betrieben. In einem Gespräch erklärt Sänger und Gitarrist Andrew Savage warum:

“I feel like the role of social networks in music and art is to kind of deliver something to people, and what I would rather happen is not to wait for things to be delivered but to seek it out. That was my method of getting into DIY punk culture. It was never given to me. I never would have found it if I hadn’t gone out looking for it myself. So, in a sense, I feel like it’s important to reward people’s curiosity, which is one of the reasons why we send out mix tapes.”

>>> hier geht’s zum gesamten Gespräch

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